Coworking-Space versus Homeoffice – was punktet wie?

Coworking-Space versus Homeoffice – was punktet wie?

Alternativen zur klassischen Büroarbeit – die Vorzüge der neuen Arbeitsformen „Coworking-Space“ und „Homeoffice“

Die heutige Welt dreht sich gefühlt immer schneller. Offen für Neues zu sein, ist daher eine wichtige Eigenschaft, um nicht abgehängt zu werden. Selbst das klassische Büro-Arbeitsmodell, das Jahrzehnte keiner Prüfung standhalten musste, wird nun in Frage gestellt. Besonders die Corona-Pandemie hat auch Unternehmen gezeigt, was Selbstständige und Freiberufler*innen schon lange vorleben: Gearbeitet werden kann immer da, wo der Laptop gerade Platz findet.

Fernab vom Unternehmensstandort

Eins steht fest: Ob ein Coworking-Space oder Homeoffice, beide „neuen“ Arbeitsmodelle sind mit Vorteilen, aber auch mit Grenzen verbundene Alternativen zur klassischen Büroarbeit. Wenn jetzt jedoch rein theoretisch sowohl das eine als auch das andere für deine Arbeitstätigkeit möglich ist, kommt schnell die Frage auf, welches Arbeitskonzept eigentlich im direkten Vergleich welche Vorzüge bietet. Die folgenden Zeilen verschaffen dir einen Überblick und verhelfen dir bestenfalls zu einer Entscheidung.

Was spricht für Homeoffice?

Geld sparen

Auch wenn Coworking-Spaces günstige Alternativen sind, kostet das Anmieten eines Büros doch mehr, als von zu Hause aus zu arbeiten. Im Heimbüro zahlt man die Miete ohnehin, aber Achtung: Natürlich fallen auch zu Hause, fernab von der Miete, Kosten an, beispielswiese für Strom und Wasser.

Zeitersparnis

Vergesst die Pendlerpauschale. Homeoffice bedeutet keine langen, besser gesagt überhaupt keine Arbeitswege mehr. Kein mühseliges, frühes Aufstehen im dunkelsten Winter, kein Ausharren am Gleis, bis die verspätete Bahn endlich einfährt, keine Albträume von nicht enden wollenden Staus oder schmalen Fahrstreifen auf Baustellen. Mit der Nutzung des heimischen Büros fallen diese Unbequemlichkeiten und Zeitfresser einfach weg.

Abwechslungsreiche Ernährung

Im Homeoffice ist der Weg zu Küche und Kühlschrank nicht weit. Zum einen braucht es so nur einen Katzensprung und der kleine Hunger ist schnell gestillt und zum anderen kann man sich, bevor wieder auswärts abwechslungslos Fast Food gegessen wird, darauf konzentrieren, eine nährstoffreiche und gesunde Nahrung für die Stärkung des eigenen Immunsystems zu sich zu nehmen.

Wie kann ein Coworking-Space punkten?

Coworking-Space Ausstattung

In puncto technische Ausstattung ist das Coworking-Space mit hoher Wahrscheinlichkeit dem eigenen heimischen Büro voraus. Meistens finden sich hier nämlich schicke Arbeitsplätze, die dem Zeitgeist entsprechen, modern und hochwertig möbliert und um deren Wartung man sich nicht einmal kümmern muss. Mit einer kompletten IT-Infrastruktur und zusätzlichen Besprechungsräumen bieten Coworking-Spaces für jeden das Rundum-sorglos-Paket an.

Gesellschaft

Coworking-Spaces sind Orte der Begegnung. Sehen und gesehen werden ist hier die Maxime. Der Grad der Spontaneität ist hoch. Berührungspunkte mit anderen sind jederzeit möglich, selbst auf interessante Mitarbeiter für Projekte oder sogar potenzielle Auftraggeber kannst du im Coworking-Space treffen. Spontane Begegnungen, eine kurze Plauderei – solch nicht geplanten Interaktionen finden im Homeoffice nicht statt, denn dort wird die meiste Zeit eher still und einsam verbracht.

Distanz zur privaten Umgebung

Niemand kann wollen, dass sich die Arbeit in der wohlverdienten Freizeit breitmacht. Coworking-Spaces bedeuten Distanz von der privaten Umgebung. Eine räumliche Trennung ist vor allem dann sinnvoll, wenn zu Hause Schlaf- oder Wohnzimmer und Arbeitszimmer ein- und dasselbe sind. Zudem entzieht man sich so typischen Ablenkungen durch andere Familienmitglieder, Haustiere oder sonstiges. Zusätzlich fällt vor allem bei kreativen Arbeiten die Entwicklung von neuen Ideen in den eigenen vier Wänden zumeist schwer.

Die Gegenüberstellung von einigen individuellen Vorteilen der immer stärker verbreiteten Arbeitsformen „Coworking-Space“ und „Homeoffice“ zeigen im Umkehrschluss ebenso die Grenzen der jeweiligen Arbeitsmodelle auf. Was der Königsweg ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, auch ein Abwechseln zwischen den beiden Formen ist denkbar.